Busumbauten

Bereits seit Firmengründung im Jahr 1997 beschäftigen wir uns eingehend mit dem Doppeldecker-Bustyp MAN SD200, seit 2005 auch mit dem Nachfolgetyp SD202. Die Fahrzeuge sind konstruktiv sehr ähnlich und haben den großen Vorteil, daß das Oberdeck lediglich auf das selbsttragende Unterdeck aufgeschraubt ist, was uns vielfältige Umbaumöglichkeiten bietet.

Der absolute Klassiker, in Deutschland eingeführt vom britischen Stadtrundfahrtbetrieb Guide Friday (heute CitySightseeing), ist das Vollcabrio. Dabei werden die Seitenwände nach Entfernen des Dachs auf die Höhe der Unterkante der Oberdeckfenster gekürzt, eine Reling gegen Herausfallen wird installiert, die Seitenwände werden stabilisiert und der ganze Umbau von der Dekra abgenommen.

Cabrio 1 Der Klassiker: das Vollcabrio. Unvergleichlich bei Sonnenschein, allerdings auch bei Regen!
Cabrio 2 Blick nach vorn: fast alles neu!

Deutlich vielfältiger und auch bei schlechtem Wetter einsetzbar ist der Doppeldecker mit Schiebeverdeck. Hier entfernen wir das Dach, setzen Laufschienen an der Oberkante auf und installieren ein Schiebeverdeck, das im wesentlichen aus dem Lkw-Bereich entliehen ist.

Ganz neu sind die Aluminium-Laufschienen, die nun im Gegensatz zu den bislang verwendeten verzinkten Stahlschienen eine Querführung der Laufspriegel in beide Richtungen ermöglicht. Damit und auch durch Verwendung von kunststoffbeschichteten Laufrollen wird der Geräuschpegel des Daches während der Fahrt nochmals deutlich reduziert.

Die Öffnungsrichtung (nach vorn oder hinten) ist von Ihnen frei wählbar, auch können wir eine beliebige Anzahl an Zwischenarretierungen integrieren, um das Dach z.B. nur zu 1/3 zu öffnen.

Als weitere Neuerung haben die Verdeckplanen nun einen seitlich integrierten Gummizug, womit die bislang bei unseren Dächern üblichen Abspanngummis entfallen und die Bedienung so wesentlich vereinfacht wird.

Schiebedacht 1

Ein MAN SD202.

Gut zu sehen das ordentlich gefaltete Schiebedach in der Endposition.

Schiebedacht 2

Heute geschlossen!

Die Querspriegel sind komplett umhüllt.

Schiebedacht 3

Geöffnet.

Das Dach befindet sich in der Endposition, im Vordergrund sind die an der Laufschiene angebrachten Zwischenarretierungen zu sehen.

Juristischer Exkurs

Eindeck-Omnibusse bauen wir nicht zu oben offenen Stadtrundfahrtbussen um, weil die an die Berliner Verkehrsbetriebe BVG zu entrichtenden Patentgebühren utopisch hoch sind.

Apropos: dasselbe Unternehmen mahnt durch seine Rechtsanwälte immer wieder gern Betriebe ab, die einerseits Schiebeverdecke auf Doppeldeckbusse baut und andererseits derartige Busse, die nicht von der BVG stammen, einsetzen. Lassen Sie sich davon bitte nicht ins Bockshorn jagen! Die Umbauten sind und bleiben frei von jeglichen juristisch verwertbaren Patenten. Nicht umsonst ist das Einbauen von Schiebeverdecken in nicht tragende Konstruktionen so alt wie der Kraftomnibus ansich, denn schon in den 10er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war es absolut schick, mit einem derartigen Ausflugbus durch die Lande oder die Städte zu brausen.

Anders verhält es sich tatsächlich bei selbsttragenden Eindeckomnibussen, da bei diesen durch das Entfernen des Dachs ein wesentlicher Bestandteil des selbsttragenden Gerippes entfernt wird, wodurch die gesamte Karosse stark geschwächt wird. Dies muß durch aufwendige Versteifungen (z.B. Entfernen der hinteren Tür) kompensiert werden, was aufwendige Berechnungen und Erprobungen bedeutet.

Aufgrund seiner Größe und der damit verbundenen Auffälligkeit bei Veranstaltungen bietet sich ein Doppeldecker natürlich auch für Promotionzwecke an. So gibt es solche mit einer großen Dachterrasse, von der aus z.B. ein Sportereignis aus luftiger Höhe zu beobachten ist.

Partybusse, Hotelbusse, Komparsen-Aufenthaltsfahrzeuge, Cateringbusse etc. sind nur ein kleiner Teil der möglichen Anwendungen. Aber: wir legen größten Wert auf eine technisch sinnvolle Umsetzung Ihrer Wünsche. Daher ist nicht alles möglich, was schön wäre. Große Öffnungen in den Seitenwänden oder der Zwischendecke gehen sehr zu Lasten der Stabilität des Gesamtfahrzeugs und bedingen teilweise sehr aufwendige Versteifungen, so sie denn überhaupt möglich sind.

DJ Stand

Hier wurde durch Integration eines DJ-Standes mit voller Stehhöhe zwischen Ober- und Unterdeck, das Verschließen einiger Fenster und Anbau eines Befestigungssystems für das Sonnensegel ein Promotionbus geschaffen, der viel Platz für den Transport der Utensilien bietet.

Hier ein paar Eindrücke von einem Komplettumbau nach Kundenwunsch